Sumpfmühle Geschichte

Seit 1712

Über 300 Jahre Geschichte

Vom Mahlwerk zur Ausflugsgaststätte. Die Geschichte der Sumpfmühle Hetzdorf.

Die Sumpfmühle

Ein Ort mit Wurzeln

Die Sumpfmühle steht seit über 300 Jahren in Hetzdorf. Sie hat Kriege überstanden, Generationswechsel erlebt und sich immer wieder verwandelt. Was geblieben ist: die Lage am Waldrand, das Rauschen des Wassers und die besondere Atmosphäre, die man spürt, sobald man ankommt.

Von der Mahlmühle zur Gaststätte. Die Geschichte geht weiter.

    Gebaut, um Korn zu mahlen

    Im Jahr 1712 wurde die Sumpfmühle als Mahlmühle errichtet. Sie lag günstig: am Wasser, am Waldrand, an der Verbindungsstraße zwischen den Dörfern. Das Mühlrad drehte sich, das Korn wurde gemahlen, und die Menschen kamen von überall her.

    Der Name „Sumpfmühle“ stammt von der feuchten Senke, in der das Gebäude liegt. Kein Schönwettername, aber einer, der hängen bleibt.

1712

die anfänge

    Von der Mühle zur Gaststätte

    Mit dem Rückgang der Wassermühlen im 19. Jahrhundert veränderte sich auch die Sumpfmühle. Die Mahlwerke standen still, aber die Lage war zu schön, um sie aufzugeben. Also wurden Tische aufgestellt, Essen serviert und Bier ausgeschenkt.

    So wurde aus der Mahlmühle eine Ausflugsgaststätte. Ein Ort, an dem Wanderer einkehrten, Familien den Sonntag verbrachten und Feste gefeiert wurden.

~ 1850

der wandel

    Beliebtes Ausflugsziel

    In den 1920er Jahren entwickelte sich die Sumpfmühle zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Erzgebirgsvorland. Sonntagsausflüge hierher gehörten zum festen Programm der Familien aus Freiberg, Tharandt und den umliegenden Dörfern.

    Die Terrasse war voll, im Saal wurde getanzt, und die Kinder spielten am Bach. Die Sumpfmühle war mehr als eine Gaststätte. Sie war ein Treffpunkt.

1920

Die Blütezeit

Die Sumpfmühle war mehr als eine Gaststätte. Sie war ein Treffpunkt für Generationen.

Aus den Erinnerungen der Region

    Durch alle Zeiten hindurch

    Auch in schwierigen Jahrzehnten blieb die Sumpfmühle ein Anlaufpunkt. In der Nachkriegszeit und in der DDR wurde hier weiter gekocht, bewirtet und gefeiert. Generationen von Familien aus der Region verbinden Erinnerungen mit diesem Ort.

    Die Pension wurde ausgebaut, die Gaststätte weitergeführt. Die Sumpfmühle gehörte zum Dorf wie der Bach und der Wald drumherum.

1945

Fortbestand

    In Familienhand

    Ab 1995 ist die Gaststätte Sumpfmühle im Privatbesitz der Familie Wittig und Gliemann. Was über Jahrhunderte gewachsen war, wurde nun von eigenen Händen weitergeführt.

    Nicht als Investition, sondern aus Verbundenheit mit dem Ort und seiner Geschichte.

1995

Aufbruch

    Stille Jahre

    Nach einer langen, lebendigen Phase als Gaststätte und Pension wurde es ruhiger in der Sumpfmühle.

    Der tägliche Betrieb endete, die Küche wurde nur noch für verschiedene Veranstaltungen und private Feiern aufgeheizt, aber der offene Gasthausbetrieb, wie ihn die Menschen aus der Region kannten, war vorbei.

2018

Ruhejahre

    Ein Neuanfang mit Respekt vor der Geschichte

    Am 14. Mai 2026 öffnet die Sumpfmühle wieder ihre Türen. Mit einer neuen Betreiberfamilie, die diesen Ort nicht umkrempeln will, sondern wieder mit Leben füllen. Wir haben die Sumpfmühle nicht verändert, um sie modern zu machen. Wir haben sie hergerichtet, damit sie wieder so gut funktioniert wie früher.

    Die Küche ist neu, die Terrasse aufbereitet. Was bleibt: der Charme eines Ortes, der schon immer zum Verweilen eingeladen hat. Und die Überzeugung, dass gutes Essen und ehrliche Gastfreundschaft niemals aus der Mode kommen.

    Kontakt

2026

Neuanfang

  • 0+

    Jahre
    Geschichte

  • 0

    Epochen

Auf einen Blick

Die Sumpfmühle im Lauf der Zeit

Von der Gründung bis zur Wiedereröffnung. Jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen.

  • Gründung als Mahlmühle

    Errichtet am Bachlauf in Hetzdorf. Der Name leitet sich von der sumpfigen Senke ab, in der das Gebäude steht.

  • Wandel zur Gaststätte

    Die Mahlwerke stehen still. Die gute Lage wird genutzt: Aus der Mühle wird eine Ausflugsgaststätte.

  • Erste Sommerfrischler und Badegäste

    Erste Sommerfrischler und Badegäste treffen ein. Otto Günther ist der letzte „Sumpfmüller“. Der Zeitpunkt der Einstellung des Mahlbetriebes ist nicht belegt. Günther unternimmt bauliche Veränderungen am Pensionshaus „Sumpfmühle“, zum Beispiel den Anbau einer Veranda.

    Sumpfmühle Hetzdorf um 1903
  • Beliebtes Ausflugsziel

    Die Sumpfmühle zieht Familien aus Freiberg, Tharandt und dem ganzen Erzgebirgsvorland an.

    Erste Badegäste an der Sumpfmühle Hetzdorf
  • Einweihung des Freibades Hetzdorf

    Einweihung des Freibades Hetzdorf, welches durch die Einwohner in mehr als 13.000 freiwilligen Arbeitsstunden (Nationales Aufbauwerk) errichtet wurde.

    Badweihe Hetzdorf
  • Betriebsferienheim

    Die Sumpfmühle wird als Betriebsferienheim genutzt.

  • Baderöffnung Hetzdorf

    Eröffnung des Freizeit- und Erlebnisbades nach einjähriger Umbauzeit direkt an der Sumpfmühle.

    Erlebnissbad Hetzdorf um 1996
  • Wiedereröffnung

    Am 14. Mai 2026 öffnet die Gaststätte Sumpfmühle wieder. Mit frischer Küche, renovierten Räumen und dem Anspruch, die Geschichte weiterzuschreiben.

ein Blick zurück

Historische Fotos

Was geblieben ist

Drei Dinge, die sich nie geändert haben

  • Die Lage

    Am Waldrand, am Wasser, umgeben von Natur. Die Sumpfmühle liegt heute genau dort, wo sie 1712 gebaut wurde. Daran wird sich nie etwas ändern.

  • Die Gastfreundschaft

    Ob 1850 oder 2026: Wer hierher kommt, wird bewirtet. Ehrlich und herzlich. Das war immer so und wird immer so bleiben.

  • Die Gemeinschaft

    Die Sumpfmühle war immer ein Treffpunkt. Hier kamen Familien zusammen, hier wurden Feste gefeiert, hier entstand Gemeinschaft. Das soll auch in Zukunft so sein.

Die Geschichte geht weiter

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Samstag: 11 – 22 Uhr
Sonntag: 11 – 17 Uhr